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Seit 40 Jahren: Innovative Produkte für weltweite Kunden

04. April 2016

Als im Jahre 1976 das Einzelunternehmen „Josef Jost Blei- und Zinnschmelzerei“ ins Handelsregister eingetragen wurde, musste der gleichnamige Gründer keineswegs „bei null“ beginnen, sondern konnte auf ein reiches Know-how als Fundament aufbauen: Die Familie Jost war bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Metallverarbeitung tätig. 

Nachdem man im Gründungsjahr eine Produktionshalle sowie ein Bürogebäude bezogen hatte, erfolgte in den Jahren 1977 bis 1984 deren Ausbau und 1986/87 der Bau der Zinkgießerei sowie der Verwaltung im Gewerbegebiet des Ortsteils Balve-Garbeck. Bereits seit 1983 firmierte man als „BALVER ZINN KG Josef Jost“. 

Das Unternehmen, das sich zunächst mit speziellen Produkten aus Zinn einen Namen in der Branche gemacht hatte, entwickelte sich stetig weiter. Als sich BALVER ZINN Anfang der 1980er Jahre im Bereich der Oberflächenveredelung auf die Verzinkung fokussierte, gewann man prominente, weltweit operierende Unternehmen aus verschiedenen Branchen, wie beispielsweise Automobil-Zulieferer, Hausgeräteindustrie oder Medizintechnik, als Kunden. Der einseitig oder beidseitig aufgebrachte Zinküberzug schützt das Stahlblech der Gehäuse einerseits dauerhaft gegen Korrosion und bildet andererseits einen hervorragenden Haftgrund für die anschließende Lackbeschichtung. Auch beim Bau von Stahlseilbrücken und vielen weiteren Anwendungsgebieten mit hohen Oberflächenanforderungen kommt das Zink von BALVER ZINN zum Einsatz. Es wird in Abhängigkeit vom Bedarf des Kunden in Form von Platten, Knüppeln oder als Schüttgut geliefert. Der ursprünglich für den Hersteller namensgebende Werkstoff Zinn, der weiterhin für Konservendosen und in der Elektrotechnik benötigt wird, wurde durch die Zink-Anoden inzwischen auf Platz zwei verdrängt. 

Nachdem am Standort Balve-Garbeck in den Jahren 1990/91 die Lotdrahtfertigung „BaTiLoy“ aufgebaut worden war, erhielt das Unternehmen die erste Qualitätsmanagement-Zertifizierung nach DIN 9000/9002. Im Jahr darauf erfolgte der Bau der Zinkdrahtfertigung und ab 1994 der neuen Lagerhalle in Balve-Garbeck. Seit der Umfirmierung 1999 trägt das Unternehmen den Namen BALVER ZINN Josef Jost GmbH & Co. KG. 

Zwei Jahre nachdem man die erste Umweltmanagement-Zertifizierung nach DIN 14001 durchlaufen hatte, wurde 2002 die Kooperation mit der japanischen Nihon Superior Co. Ltd., dem Erfinder des Lotes SN100C®, aufgenommen. BALVER ZINN war einer der ersten Lizenznehmer dieser bleifreien Legierung und unterstützte durch Pionierarbeit und eine hervorragende Marktbearbeitung deren weltweite Einführung. Inzwischen ist es nicht nur gelungen, den ehemaligen Exoten zu etablieren – heute ist das nickeldotierte Originallot SN100C® das meistverwendete Wellenlot in Europa. 

Das Standardlot wurde inzwischen als Alloy 403 (Sn99,25Cu0,7Ni0,05) in die neueste Ausgabe der DIN EN ISO 9453 aufgenommen. In dieser Norm wurde der maximal zulässige Bleigehalt für Lote auf maximal 0,07% (statt 0,1%) gesenkt. In diesem Zusammenhang warnt BALVER ZINN ausdrücklich vor Imitaten, die diesen Grenzwert überschreiten.

Neben der patentgeschützten bleifreien Lotlegierung SN100C®bietet dasumfangreiche Portfolio von BALVER ZINN weitere Lote und Lotpasten, Massivdrähte und Reinzinn-Anoden sowie viele verschiedene Produkte für die elektronische und galvanische Industrie. Innerhalb der Sparte Oberflächenveredelung bildet auch die Produktion von Chrombad-Anoden einen wichtigen Teilbereich. Diese Bleilegierungs-Anoden werden in der Galvanik zur Verchromung eingesetzt. Sie finden aberauch bei vielen anderen Aufgabenstellungen ihre Anwendung. Gemäß der Maxime „Qualität ist kein Zufall“ bewirken diese Anoden aufgrund hochqualitativer Fertigungsprozesse höchste Reinheit und Gleichmäßigkeit der Materialien. Als weitere Ausgangsmaterialien im Bereich Oberflächenveredelung sind die Sputter-Targets von BALVER ZINN zu nennen. Diese Werkstoffe werden – je nach Kundenanforderung – in Form von Planar-Targets hergestellt.

Einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von BALVER ZINN bildete im September 2007 der Zukauf der Firma COBAR Europe B.V. aus dem niederländischen Breda samt deren US-Division COBAR Solder Products Inc.. Während der überwiegende Anteil des Auslandsgeschäftes von BALVER ZINN über Distributoren erfolgt, dienen die COBAR-Standorte Breda in der niederländischen Provinz Nordbrabant und Little River im US-Bundesstaat South Carolina als firmeneigene Vertriebsstandorte, die die Kunden im Benelux-Markt einerseits und im US-Markt andererseits mittels eines Vertreternetzwerks bedienen. Das Kernabsatzgebiet Deutschland wird zu 80% im Direktvertrieb vom Stammsitz Balve aus bearbeitet. 

BALVER ZINN und COBAR werden zwar weiterhin als eigenständige Unternehmen geführt – der Auftritt der beiden Marken lässt jedoch klar erkennen, dass sie zusammengehören. Mit der Gründung der Vertriebsgesellschaft BALVER ZINN Singapore Pte. Ltd. wurde 2012 ein firmeneigener Standort für die Bearbeitung der Märkte Südostasiens geschaffen.

Im November 2013 entschloss sich der Hauptlizenznehmer BALVER ZINN mit Erlaubnis der Nihon Superior Co. Ltd., Sublizenzen für das Originallot SN100C® an ausgewählte Lothersteller zu vergeben. Das Unternehmen ging auf zwei renommierte Marktteilnehmer zu, die einen gleichbleibenden und sauberen Prozess garantieren können. Diese beiden Unternehmen produzieren SN100C® seither nach dem noch einige Jahre gültigen Patent und vertreiben die populäre Legierung – mit Ausnahme von Großbritannien und Irland – weltweit.

Heute stellt BALVER ZINN am Standort Balve-Garbeck sowohl Zink- als auch Zinn-Legierungsprodukte her, wobei als Verfahren der Kokillen- und der Strangguss, das Walzen und das Ziehen von Draht sowie das Pressen und Konfektionieren von Anoden zum Einsatz kommen. Im zweiten Balver Werk werden einerseits chemische Produkte wie Pasten und Flussmittel hergestellt, andererseits Zinn-Legierungen sowohl gegossen als auch recycelt. Außerdem sind hier das Labor sowie die Abteilung Forschung & Entwicklung ansässig. Gleiches gilt auch für den Produktionsstandort im niederländischen Breda.

Das langjährige und fundierte Know-how sowie zahlreiche Produktinnovationen verschaffen Balver Zinn auch dem Weltmarkt Wettbewerbsvorteile. Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren zählt neben der globalen Ausrichtung die zentrale Lage des Unternehmens mitten in Europa. Nicht zuletzt ist sich Balver Zinn der eigenen regionalen Verwurzelung und der damit verbundenen Verantwortung bewusst. Das Familienunternehmen, das heute in dritter Generation von Josef und Gregor Jost geleitet wird, engagiert sich bei verschiedenen sozialen und kulturellen Projekte in der Region. 

In den vergangenen 40 Jahren stieg BALVER ZINN sukzessive zu einem der weltweit größten Produzenten von Spezialprodukten der Elektrotechnik auf: Bleifreies Lot, Lotpasten und hochwertige Verchromungsanoden sowie Draht und Flussmittel sind die stabilen, zukunftsorientierten Standbeine, die das Unternehmen heute tragen. 

Mit über 42 Millionen Euro Umsatz und gut 100 Mitarbeitern ist BALVER ZINN für die kommenden 40 Jahre bestens gerüstet. Die weltweiten Kunden können sich also weiterhin auf innovative Produkte aus dem Hause BALVER ZINN freuen.

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